Pfingstzeltlager

Unser Pfingstzeltlager

Als uns in diesem Jahr ein Anmeldeformular zum Binsfelder Pfingstzeltlager ins Haus flatterte, war für meinen Sohn André und mich schnell klar „Da sind mer dabei“, zum ersten Mal nebenbei bemerkt. Aus dem Beiblatt zur Anmeldung war zu ersehen, dass sich die Verantwortlichen sichtlich Mühe gegeben hatten, den Kindern und Jugendlichen ein viel versprechendes Gestaltungsprogramm zu bieten, ein Grund mehr mitzumachen.
Über unseren F-Jugendtrainer Andreas van Kempen meldeten Papa und Sohn sich an.
Am Donnerstagabend und am Freitag vor dem Pfingstwochenende packten wir die Sachen zusammen, um dann fest zu stellen „Hallo! Fahren wir jetzt 14 Tage nach Mallorca oder machen wir 3 Tage Camping im Dorf?“ Mama hatte es mal wieder all zu gut mit uns gemeint und auf Papas starke Muskeln vertraut. Na ja, gepackt war gepackt, das Auto bis an den Rand vollgeladen, so fuhren wir zum Sportplatz, Mama, Papa und André.
Hoffentlich sind ein paar erfahrene Camper oben, dachte ich so bei mir, die mir beim Zeltaufbau helfen können, sonst werde ich mit Sicherheit kläglich versagen. Ich erinnerte mich dabei damals an unserem Urlaub an der Nordsee und die unliebsame Erfahrung mit einer nullachtfuffzehn Strandmuschel, bei deren Aufbau ich mir keine Lorbeeren verdiente. Das konnte ja heiter werden! Ach Quatsch, damals in Belgien war es auch viel windiger, die Bedingungen ganz andere.
Es wird schon klappen! Frisch, fröhlich, frei ging es ans Werk!
Viele waren schon da und bauten Ihre Zelte auf! Es erinnerte ein wenig an eine Westernstadt. Auf der rechten Seite des alten Sportplatzes bildeten sich zwei Zeltreihen, fehlte nur der Saloon.
Wie erfahrene Pfadfinder ließen wir unsere Blicke schweifen, um den idealen Zeltplatz für uns zu finden, um dann aus dem hohlen Bauch zu entscheiden: „Ach da hinten sind ja Stefan und Angelika, die gerade ihr Zelt aufbauen, und davor ist noch Platz, wunderbar nichts wie hin!“ Die Entscheidung war getroffen. Einen guten Zeltplatz hatten wir auserkoren, auf den ersten Blick jedenfalls, dazu später mehr. Wie wir, so dachten auch andere Eltern von Sportkameraden unseres Sohnes und gesellten sich mit Ihren Stoffunterkünften dazu.
Über die Lautsprecheranlage erklang eine Stimme „Alle Zeltlagerkinder bitte in die Ranch zum Anmelden“. Unser Sohnemann und seine Kumpels flitzten im Sprinttempo rüber.
Mittlerweile hatten wir die ersten Maßnahmen, wie Zelt und Heringe aus dem Sack holen und Anleitung lesen, für unseren Zeltaufbau eingeleitet. Da es sich bei unserem Zelt auch noch um ein geschenktes Zelt handelte, das wir noch nie aufgebaut hatten, standen wir davor wie die Jungfrau vor dem Kinde, Hilfe suchenden Blickes zu hilfsbereiten Nachbarn.
Und unser stummes Flehen wurde erhört, Rudi, Stefan und Caro, wirklich kampferprobte Camper, kamen zu Hilfe und in Gemeinschaftsarbeit stand unser Zelt doch wesentlich schneller, als von mir erwartet. Zum ersten Mal sahen wir unser aufgebautes Zelt, ein schönes, großes, graues mit einer abgetrennten „Schlafsuite“ und einem natur belassenen „Gesellschaftsvorraum“ auf heiligem Fußballrasen. Es schien auch wirklich fest zu stehen und wir waren sicher, es wird den Widrigkeiten einer kalten Nacht trotzen.
Von all dem unbelastet frönte unser Sprössling mit seinen Kumpels seinem Lieblingshobby, na was wohl, das Runde in das Eckige dreschen.
Wenn der Durst ihn nicht ab und an zur Basisstation getrieben hätte, wir hätten wohl eine Vermisstenanzeige aufgeben müssen.
Das Zelt stand in seiner einzigartigen Pracht, jetzt war aber noch die Schlafmatratze aufzupumpen. Im irrigen Glauben, es handelt sich um eine Doppelmatratze, mussten wir dann leider feststellen, da passt nur eine Person drauf. Einer erst kürzlich durchgeführten Aufräumaktion zu Hause war es zu verdanken, dass mir dabei eine alte Luftmatratze aus den frühen Siebzigern Jahren in die Hände fiel, und ich auch genau wusste, wo ich sie hingeräumt hatte, um das „denkmalgeschützte Utensil“ dann noch schnell mit dem Auto zu holen.
Zurück auf dem Sportplatz ergab sich schon das nächste Problem. Da leider keines der Pumpventile auf die Lufteinlassöffnung passte, blieb mir nichts anderes übrig, als die Matratze mit dem Mund aufzublasen. Den Talgstaub hatte ich noch Stunden später in der Nase, aber nach überstandener Niesattacke stand dem unbeschwerten Campingleben nichts mehr im Wege.
Leider fiel die Attraktion des Abends, ein Alte Herren Spiel zwischen den Mannschaften aus Binsfeld/Rommelsheim und Kelz wegen Personalmangel des Gegners aus. Aber das war nicht weiter von Bedeutung, spielten die Kinder und Jugendlichen doch lieber selber mit dem runden Leder.
Perfekt organisiert vom Jugendvorstand war auch für das leibliche Wohl bestens gesorgt. Auf Märkchen gab es Gegrilltes und Gekühltes. Im entrichteten Obolus bei der Anmeldung war das Essen und Trinken für die Kids enthalten.
Doch unser Filius nahm davon überhaupt keine Notiz, für ihn gab es Wichtigeres zu erledigen, er stand im Tor und durfte keinen Ball reinlassen.
Nur zur Verabschiedung seiner Mami, die es vorzog, zu Hause zu schlafen, weil für sie der Samstag ein Arbeitstag war, sah man ihn heran flitzen. Ein flüchtiger Kuss, „tschöö, schlaf gut“, bis morgen, noch eine wärmende Kapuzenjacke angezogen, und schon war er wieder weg.
Bis in die späten Abendstunden war für Kids der Fußball das dominierende Element.
Aber zu einem Zeltlager gehört natürlich auch ein zünftiges Lagerfeuer. Mit ein paar Pflastersteinen, die von Pflasterarbeiten am Sportplatz noch übrig waren, wurde eine Umrandung gebaut.
Brennbares Material lag genug herum, ein paar Bänke aufgestellt und die Lagerfeueratmosphäre war da. Ein Feuer hat auch etwas Magisches, etwas Anziehendes, und so gesellten sich mehr um mehr Kinder wie auch Erwachsene dazu. Trotz des schönen Tages mit herrlichem Sonnenschein wurde es am Abend doch sehr kühl, das Feuer war willkommen, um sich aufzuwärmen.
Auch mein Söhnchen ließ sich vom Feuer anlocken, aber nur deshalb, weil er sich erinnerte, dass die Mama ihm 4 Tüten Marshmellows, das ist dieser süße Schaumgummi, im Volksmund auch Speck genannt, eingepackt hatte. Die Idee war, mit Stäbchen die Marshmellows übers Feuer zu halten und im angerösteten Zustand zu essen. Die Idee fand großen Anklang, die Kinder rissen sich um die Marshmellows, jedoch erwiesen sich die besorgten Stäbchen als ungeeignet, weil zu kurz. Aber dem konnte Abhilfe geschaffen werden, Rudi, ein erfahrener Pfadfinder und Waldläufer schnitt vom vorhandenen Baummaterial kleine Äste zurecht, so dass jedes Kind einen schönen spitzen langen Stock erhielt, mit dem es Marshmellows rösten konnte.
Die Tüten Marshmellows waren schnell aufgebraucht. Unser Bursche war zunächst im wahrsten Sinne des Wortes Feuer und Flamme, als er aber die Marshmellows dann probierte, kam nur kurz und knapp der Kommentar „Bah, schmeckt das eklig“. Damit war das Thema für ihn beendet.
Zu vorgerückter Stunde hieß es „Sammeln zur Nachtwanderung“. Wir aber zogen es vor, das Lagerfeuer zu bewachen und uns zu wärmen.
Die wilde Horde zog los, bereit, ihre Finger in die Türklingel anderer Leute zu drücken und die schlafende Dorfbevölkerung ein wenig zu ärgern.
Ein gewisses Hungergefühl machte sich mittlerweile auch bei André bemerkbar, der bislang keine Zeit zum Essen hatte. Der Grill war längst schon aus, da war nichts mehr zu holen, aber Papa kennt ja seinen Pappenheimer und packte die Hasenbutterbrote aus, die unser Dauerfußballer dann auch mit Heißhunger verschlang.
Als die Nachtwanderer zurück waren, kam der Ball wieder ins Spiel und unter Flutlicht wurden die letzten Energien verbraucht.
Gegen 00.30 Uhr sah ich meinem Sohn an, es reicht! Papa ich will zwar noch nicht, aber ich muss ins Bett, ich bin groggy! Der Körper hatte tatsächlich über den Geist gesiegt. Und so verabschiedeten wir uns von den anderen und krochen müde und erschlagen ins Zelt.
In Nullkommanix war André in seinem neuen Schlafsack eingeschlafen. Allerdings erwies sich für Papa das Zelt doch als sehr gewöhnungsbedürftig, soll heißen, durch Zeltwände ist die Geräuschkulisse eine ganz andere als durch Hauswände. Und was mir unerfahrenem Camper jetzt auffiel, mit unserem Zelt hatten wir uns zu nah ans pulsierende Leben begeben. Am Lagerfeuer hatte jemand die Gitarre ausgepackt und stimmte den ultimativen Campinghit „Ein belegtes Brot mit Schinken, ein belegtes Brot mit Ei…..“ an, und alle verbliebenen Nachteulen sangen stimmgewaltig mit. Es sollten weitere Lagerfeuerhits folgen. Ich glaube, so gegen 2.30 Uhr verstummten die Gesänge, nicht aber die Geräusche. Weiterhin konnte man Stimmen, mal leise mal weniger leise (also laut) vernehmen. Auch Mutter Natur schien in dieser Nacht nicht viel vom Schlafen zu halten, ein Konzert der besonderen Art sollte uns die ganze Nacht begleiten. Vom angrenzenden, durch eine Hecke abgetrennten Nachbargrundstück gab es ein einzigartiges, die ganze Nacht dauerndes Froschkonzert. Wie heißt es so schön in dem Lied „Die Fröschelche, die Fröschelche, das ist ein lustig Chor“, ich hätte sie in dieser Nacht alle erschlagen können und wäre garantiert bei Greenpeace auf die rote Liste gekommen.
Sozusagen das I-Tüpfelchen auf die schlaflose Nacht war ein monotones aber melodisch sehr schönes Schnarchen aus einem Nachbarzelt. Gegen 3.30 Uhr kehrten zu guter Letzt unsere A-Jugendlichen vom nächtlichen Beutezug heim, um am Lagerfeuer noch ein wenig zu johlen und sich feuchtfröhlich des Lebens zu freuen. Es muss wohl kurz vor Dämmerung gewesen sein, da schwanden mir die Sinne, und ich bin eingeschlafen, um gegen 6.00 Uhr wieder durch laute Geräusche geweckt zu werden. Tatsächlich hörte man draußen schon die ersten Frühaufsteher Richtung Lagerfeuer ziehen.
Um 6.30 Uhr bin ich aufgestanden und war mir sicher, die nächste Nacht schläfst Du im eigenen Bett!
Das Lagerfeuer glimmte immer noch und blieb auch weiterhin der Magnet. Mit ein paar Holzscheiten und Tannenzweigen hatten Kids das Feuer schnell wieder entfacht, und es zogen wieder dichte Rauchschwaden Richtung Sportplatz.
Der Sohnemann schlief weiterhin fest und selig, selbst das Öffnen des Zeltreißverschlusses weckte ihn nicht auf. Ich brauchte unbedingt frische Luft.
Mittlerweile rückte schon das Frühstückskommando an. Oma und Opa van Kempen waren für die Beköstigung am Morgen eingeteilt und bauten das Frühstücksbuffet in einer Familienaktion mit ihren Söhnen Stefan und Andreas auf.
Durch meine jahrelange, tägliche Erfahrung im Brotschmieren konnte ich mich bei den Frühstückvorbereitungen sehr nützlich machen, hatte mich aber auch im Vorfeld dafür schon gemeldet. Was aber viel wichtiger war, es gab einen wärmenden und weckenden starken Kaffee, der die müden Glieder wieder animierte, meinem Geist, sagen wir mal mindestens zu 75% zu folgen.
So langsam strömten immer mehr Kinder in die Frühstückslounge, nur Andreas Michaeli vom Jugendvorstand, der nächtens „Brandwache“ gehalten hatte, musste jetzt den Strapazen Tribut zollen und zog sich zum Schlafen in seine Kasematte zurück. Ob er wirklich zur Ruhe kam, wage ich zu bezweifeln, denn pünktlich um 8.00 Uhr gab es den ultimativen Weckruf für alle.
Aus der Musikanlage dröhnte auf volle Lautstärke aufgedreht ohrenbetäubender Lärm von der Gruppe „Rammstein“, schöne Musik, aber nicht so ganz mein Fall! Nicht nur die Camper auf dem Sportplatz waren wach, auch das ganze Dorf brauchte spätestens um 8.00 Uhr keinen Wecker mehr.
Waren auch wirklich alle wach? Da gab es doch tatsächlich ein Zelt, in dem sich noch nichts rührte! Mittlerweile zeigte die Uhr 8.15 Uhr. Jetzt wurde es aber Zeit, schließlich konnte man ab 9.30 Uhr das DFB-Sportabzeichen erlangen. „André, Du musst jetzt aufstehen, die anderen Kinder sind alle wach, Sarah, Luca, Simon spielen auch schon Fußball!“ Fußball war das entscheidende Stichwort. Sichtlich unausgeschlafen, aber neugierig, ob seine Mannschaftskollegen wirklich schon Fußball spielten, zog er seine Sportschuhe an und trat vor das Zelt. An allen aufgestellten Toren konnte man schon regen Fußballbetrieb feststellen, auch die 3 Mannschaftskollegen sah man dem Ball hinterher jagen.
Es war wohl der gewohnte tägliche Ablauf, auch der Drang, mal nach dem Rechten zu schauen, der uns kurz entschlossen dazu bewog, nach Haus zu fahren, um dort leicht müffelnde Körper wieder „ins Reine“ zu bringen. Gegen 9.00 Uhr waren wir zurück auf dem Sportplatz. Keine 2 Minuten später war der Ball wieder die Hauptattraktion für den Sohnemann.
Eine besondere Herausforderung für unsere Nachwuchskicker sollte gegen 9.30 Uhr beginnen. Die Kids konnten das DFB-Sportabzeichen erlangen. Auf dem Sportplatz erwarteten unsere Jungstars verschiedene Aufgaben. Stephan Kowalski, der die Aktion perfekt organisiert hatte, baute einen Parcours mit 5 Stationen auf. Hier kam es auf Schnelligkeit, Geschicklichkeit und technische Fähigkeiten an. Die Kinder wurden in Fünfergruppen eingeteilt und mussten an den Stationen ihre besten Leistungen abrufen, um eine hohe Punktzahl zu erreichen.
Natürlich brauchte man an jeder Station entsprechende, in der Formel Eins würde man sagen „Stewards“, die die Aktionen bewerteten und die Ergebnisse in die Handzettel eintrugen.
Als alten Fußballhasen hatte man auch mich für eine Station eingeteilt.
Die Übung war sehr einfach, die Kinder mussten Flanken schlagen, das hieß, der Ball musste von einem Feld in ein 20 m entferntes gespielt werden, ohne dass dieser den Boden vorher berührte. Für nicht ganz so schusskräftige Bambini- und F-Jugend-Kinder wurde ein Minitor aufgestellt, in das sie hineinschießen mussten. Klappte alles wie am Schnürchen, mit meinem Mitbetreuer Stefan, Vater von Thomas, einem Bambini-Spieler, hatten wir unsere Station voll im Griff.
Und dann passierte ein kleines Unglück, der Sohn von Horst, einem „Steward“ an einer anderen Station war mit dem Fuß umgeschlagen und benötigte die väterliche Hilfe. Andreas van Kempen übernahm kurzerhand meine Aufgabe, und ich wanderte an die technisch anspruchsvollste Station, in der auch die Zeit eine wichtige Rolle spielte.
Jeder Kandidat hatte zwei Versuche. Leider hatte ich aufgrund des spontanen Stationswechsels und des sich mit der Stoppuhr anfreunden keine Zeit, die Regeln dieser Übung durchzulesen und verursachte wirklich „unabsichtlich“ im Nachhinein ein totales Bewertungschaos.
Anstatt den besten der beiden Versuche zu zählen, schrieb ich den Kindern die Punkte aus beiden Versuchen auf ihren Laufzettel. Damit freuten sich schon einige Kids auf das Sportabzeichen in Gold. Nach einigen Durchgängen machte man mich auf den falschen Eintrag aufmerksam. Ich war bei der Auswertung der Ergebnisse später nicht dabei, habe mich vorsichtshalber auch nicht blicken lassen, aber ich könnte mir vorstellen, dass das ein oder andere Jurymitglied bei sich dachte „Welcher Trottel war denn hier am Werk?“
Der Filius machte bei der Aktion eine bessere Figur als der Vater und konnte sich über das DFB-Sportabzeichen freuen.
Zwischenzeitlich war Mama auch von ihrer Frühschicht heimgekehrt und freute sich auf ein reichhaltiges Frühstück auf dem Sportplatz. Aber wie das manchmal im Leben so ist, erstens kommt es anders als man zweitens, drittens denkt. Familie van Kempen hatte das Frühstücksbuffet verständlicherweise gegen 9.30 Uhr wieder abgebaut und Mamas Magen knurrte weiter. Nach kurzem Begrüßungszeremoniell und Berichterstattung über die erlebte Nacht und den Morgen verabschiedete sich Mama von Sohn André und mir Richtung Heimat, um dann pünktlich gegen 11.15 Uhr zurück zu sein. Beim nächsten Highlight wollte sie unbedingt dabei sein. Es stand ein Ausflug ins Bubenheimer Spieleland auf dem Programm. Das Besondere daran war der Fußmarsch bis dahin über Feldwege mit einigen Überraschungen für die Kids.
Pünktlich um 11.30 Uhr rief Ralf Hellenthal vom Jugendvorstand zum Sammeln am Sportheim. Die Kinder wurden in Gruppen eingeteilt und ein Kapitän (Erwachsener) benannt.
Jeder Kapitän erhielt eine Schatzkarte und eine Wegbeschreibung. Die Schatzjagd nach Bubenheim konnte beginnen. In Zeitabständen von 10 Minuten zogen die einzelnen Gruppen mit vorher ausgeteilter Marschverpflegung los. Unsere Gruppe, geleitet von Kapitän Rudi, dem Schrecken der Felder, Wiesen und Wälder, war die Vorletzte. Bei strahlendem Sonnenschein ging es auf nach Bubenheim, erst ein Stück am Bahngleis vorbei und dann dem Plan folgend über freiliegende Feldwege.
Das Ganze war eine staubige und schweißtreibende Angelegenheit, die Kinder aber hatten ihren Spaß. Vor uns waren die früher Gestarteten schon bei der Schatzsuche zu beobachten.
Das spornte natürlich unsere Kinder an, und die Frage „Wann können wir denn unseren Schatz suchen?“ wiederholte sich des Öfteren. Kapitän Rudi aber ließ sich das Geheimnis nicht entlocken. Dann plötzlich wurde es hektisch, Kapitän Rudi gab den Suchbefehl und die Schatzjagd konnte beginnen. Die Piraten suchten überall, im Feld, im Graben, hinter jedem Baum und hinter jedem Stein. Die wilde Sarah, eine ganz verwegene Seeräuberin, entdeckte schließlich den Schatz und rief „Ich habe ihn gefunden“. Alles stürmte hin zu Sarah und drängelte sich um den Schatz. Da war sie, die „Schatztruhe“, ein weißer Eimer mit einem Deckel, diente wahrscheinlich ursprünglich mal fertigem Kartoffelsalat als Behältnis. Jetzt waren lauter Süßigkeiten darin. Die Beute wurde gerecht unter den Schatzjägern aufgeteilt, und alle waren zufrieden.
Für eine kurze Zeit wurde es ruhig in der Gruppe, nur ein leises Schmatzen war zu vernehmen.
Man hatte wirklich an alles gedacht, sogar eine Trinkstation in Form einer Getränkebox hatten Ralf und seine Helfer am Wegrand deponiert, die von durstigen Seeräubern gnadenlos geplündert wurde.
Ach ja, unser Sohn, der meldete sich dann auch mal wieder „Papa, kannst Du mich ein bisschen tragen, ich bin kaputt?“ Was man als Papa nicht alles macht! Nach 5 Minuten Loge auf Papas Schultern kam kurz und knapp die Anweisung „Runter, mir schlafen die Beine ein“.
Es waren aber auch nur noch ein paar Meter bis zum Ziel, dem Hauptquartier aller Piraten, dem Bubenheimer Spieleland. Am Kassenhäuschen stand Caro van Kempen und erwartete uns schon, um den Eintritt mit der Kassiererin zu regeln.
An einer überdachten Station mit Sitzgelegenheiten hieß es erst einmal sammeln, um dann zu den Spielgerätschaften auszuschwärmen. Auch unser Sohn war danach zunächst verschollen. Nach einem Kontrollgang erspähte ich ihn, na wo schon, natürlich im kleinen Fußballstadion in der Anlage mit seinen Kumpels kickend. Aber nicht all zu lange, da hatten sie den Bolzplatz hinter der Riesenrutsche entdeckt und weil Thomas, sein Freund aus der Bambinimannschaft, einen Ball dabei hatte, zogen die Beiden auf den Bolzplatz, Simon, ebenfalls aus der Bambinimannschaft, im Schlepptau. Fußball, Fußball, Fußball, die anderen Spielgeräte waren für Sohnemann mehr oder weniger uninteressant. Für die anderen Kids war das Spieleland ein Paradies, und man nutzte die willkommene Abwechslung auf den zahlreichen Spielgeräten sichtlich.
Für die Verpflegung der Truppe war auch gesorgt! Familie van Kempen rückte mit einem Hänger voller kulinarischer Köstlichkeiten an. Mit dem Wagen konnte man natürlich nicht vorfahren, so musste der Hänger abgekoppelt werden und bis zur Basisstation gezogen werden, was sich aber als kleineres Problem erwies. Kartoffelsalat, Nudelsalat, Brötchen und kalte Würstchen auf Plastikteller mit Plastikbesteck waren der Renner und für Abenteuerhungrige genau das Richtige. Und nach dem Essenfassen waren sie wieder weg. So verging der Nachmittag sehr schnell. Es war schon relativ spät, als dem Junior klar wurde, im Spieleland kann man auch noch andere Sachen machen außer Fußballspielen. Ein Spielgerät reizte ihn dabei noch besonders, die Riesenrutsche! „Papa, gehst Du mit mir noch auf die Rutsche?“ Und so kam es, dass wir beide uns mit einer Matte bewaffneten und die steile Stahltreppe hochkletterten. Dabei wurde mir mal wieder bewusst „So ganz schwindelfrei bist Du ja nicht, aber bloß nichts anmerken lassen!“. Im Doppelsitzer sausten wir dann insgesamt viermal herunter. Nach dieser bestandenen Mutprobe wurde nochmals der Ball anfixiert. Es spielte Groß gegen Klein auf einem improvisierten Spielfeld. Dabei entwickelten vor allem die Kids einen großen Ehrgeiz. Ein abruptes Ende bescherte dem Ganzen jedoch der Umstand, dass Vater und Sohn in unterschiedlichen Mannschaften spielten und eine Flanke von Papa ausgerechnet in Söhnchens Gesicht landete. Aufgrund des wortlosen Schweigens und der vorwurfsvollen Blicke überkam mich doch ein gewisses Gefühl des Unbehagens, „Wie kannst Du nur Deinen eigenen Sohn abschießen?“ Nach dem die Tränchen getrocknet und der Ärger verraucht waren und „Papas bester Freund“ die Entschuldigung akzeptiert hatte, war die Angelegenheit jedoch schnell vergessen.
Es war auch Aufbruchzeit, schließlich planten die Verantwortlichen auf dem Binsfelder Sportplatz mit den Kindern, na was wohl, natürlich noch ein Fußballturnier zu veranstalten.
Mit Kleinbus und Auto ging es zurück nach Binsfeld.
Stephan Kowalski hatte schon mit seinen Helfern kleine Spielfelder für das 4 gegen 4-Turnier vorbereitet. Aus verschiedenen Altersklassen wurden die Mannschaften zusammen gelost. Der Ansporn für die Kids war der Aufstieg in die höhere Klasse und der Sieg in der höchsten Klasse beim letzten Spiel. Es gab die Kreisklasse, die Bundesliga und die Championsleague.
Ein Spiel dauerte 8 Minuten (vielleicht auch 10). Die Kids nahmen die Sache natürlich sehr ernst, und es entwickelten sich umkämpfte Spiele. Dabei kam unser kleiner Fußballheld leider etwas zu kurz. Die größeren Spieler in seiner Mannschaft bevorzugten mehr das Einzelspiel als das gepflegte Kombinationsspiel. Aber er kämpfte ehrgeizig und munter mit und konnte Bälle erobern und auch hin und wieder einen „genialen“ Pass spielen.
Währenddessen ließen es sich die meisten Mütter und Väter auf Campingstühlen vor den Zelten bei weiterhin strahlendem Sonneschein gut gehen. Die Tränke vor dem Sportheim war zudem geöffnet, so dass auch der Flüssigkeitshaushalt ausgeglichen werden konnte.
Nach dem Turnier stürmten hungrige Fußballer natürlich an den Grill, um verbrauchte Kohlenhydrate nachzutanken. Hamburger, Koteletts, Würstchen und Fritten fanden reißenden Absatz.
Nur unser Grillfleischverächter begnügte sich lediglich damit, ein Schälchen Fritten zu essen, ohne Majo, ohne Ketchup, ohne Senf, nur mit Salz. Allerdings hatte Papa wieder vorgesorgt, der zum Duschen schnell mal nach Hause gefahren war und bei der Gelegenheit noch ein paar „Schmacken“ für den kleinen André-Hunger zwischendurch mitgebracht hatte.
Nach Fütterung der Raubtiere rief Ralf Hellenthal zum Sammeln vor die Fußballranch. Die von den Kids erreichten DFB-Sportabzeichen in Gold, Silber und Bronze wurden im offiziellen Rahmen vergeben. Aus jeder Jahrgangsgruppe wurde dem oder der Besten zudem noch ein Fan-T-Shirt verliehen.
Als krönender Abschluss des Samstagabends stand das Championsleague-Finale zwischen Inter Mailand und Bayern München im Mittelpunkt des Interesses. Hierfür hatte man einen Beamer mit Leinwand im Sportheim und etliche Stuhlreihen aufgebaut.
Gegen 20.30 Uhr fanden sich dann die Bayernfans und auch Nicht-Bayernfans ein, um sich das große Finale anzusehen. Leider verlief das Spiel nicht so, wie von vielen erhofft, nämlich mit einem strahlenden Sieger „Bayern München“. Enttäuschung machte sich breit, als man feststellen musste, die Bayern waren den Mailänder an diesem Abend nicht gewachsen und mussten sich bekanntlich mit 0 – 2 geschlagen geben. Nur ein kleines Männlein freute das ganz besonders, und immer, wenn der Mailänder Melitto den Bayern einen ins Netz legte, sprang dieses Männlein wie ein Rumpelstilzchen hoch und bejubelte die Treffer.
Tja mit den Bayern hat er es nicht so, unser Sohn, ganz zum Unmut der Eltern, die doch schon seit Beckenbauers Zeiten Bayernfans sind. Die zu diesem Thema zu Hause geführten Grabenkämpfe sollen hier nicht weiter erörtert werden.
Zwischenzeitlich hatte man erneut ein Lagerfeuer entfacht, das sich nach dem Spiel wieder großer Beliebtheit erfreute. Zum Ausklang eines ereignisreichen Tages konnte man die Seele am Feuer noch mal richtig baumeln lassen. Auch die Kids waren groggy, der aktionsgeladene Tag in der prallen Sonne hatte seine Spuren hinterlassen.
Davon bekam die Mama allerdings nichts mehr mit, sie war zum Schlafen nach Haus gefahren.
Gegen 23.30 Uhr übermannte Vater und Sohn ebenfalls die Müdigkeit. Wir verabschiedeten uns von den anderen, um unser Nachtquartier aufzusuchen. Trotz der wieder zu erwartenden Ruhestörungen, entschloss ich mich doch tatsächlich, auch die zweite Nacht im Zelt zu verbringen. Doch in dieser Nacht war alles ganz anders. Weder die Geräusche vom Lagerfeuer, noch das Quaken der Frösche, noch das Schnarchen aus dem Nachbarzelt konnten einen festen und erholsamen Schlaf verhindern. Gegen 6.50 Uhr schlich ich mich, fast ausgeschlafen, am nächsten Morgen aus dem Zelt, um den van Kempens wieder beim Zubereiten des Frühstücks zu helfen. Der Sohnemann schlief derweil fest weiter.
Wie es sich für ein Sonntagsfrühstück gehört, gab es zu den belegten Brötchen noch warmes Omelette und Bratkartoffeln, die vom Chef, Opa van Kempen, persönlich zubereitet wurden.
Diese kulinarische Köstlichkeit war natürlich der Renner am Morgen. Um 9.00 Uhr hatten die Meisten gefrühstückt und die Ersten fingen an, ihre Zelte abzubauen. Gegen halb zehn musste ich meinen Langschläfer aufwecken, der vermutlich bis Mittag durchgeschlafen hätte.
Der Rest ist schnell erzählt. Nach einer Tasse Milch und einem halben Käsebrötchen trieb es André zu seinen schon Fußball spielenden Kameraden, um die letzten Stunden aus seiner Sicht noch sinnvoll zu nutzen. Bis Mittag waren alle Zelte abgebaut und man hatte alles aufgeräumt. An das regen Treiben der letzten beiden Tage erinnerte nun nichts mehr, außer dass die Binsfelder A-Jugend 2 noch ein Meisterschaftsspiel auf dem Sportplatz bestritt, dass aber aufgrund der hohen Niederlage einer weiteren Erwähnung nicht bedarf.
Mit der Gewissheit, ein wunderschönes Wochenende beim Pfingstzeltlager in Binsfeld verlebt zu haben, fuhren wir beide nach Hause, um uns zu Hause von Muttern mit Gulasch und Knödel verwöhnen zu lassen.
Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen Organisatoren und Helfern für die schönen Tage herzlich bedanken. Es war ein tolles Erlebnis, und im nächsten Jahr sind wir wieder dabei. Und wenn Andrés Mama Urlaub bekommt, dann schlafen wir zu Dritt in unserem wunderschönen, grauen Zelt, aber nicht mehr so nah am Froschteich.

Gisela, André und Hardy Nesselrath

Glückwunsch dem D7 – Kreismeister

Eine tolle Leistung, die unsere D7 mit ihren Trainern am 03.07.2010 da vollbracht hat.

KREISMEISTER 2010 – HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH Jungs und Männers !!!!!!

Wer mehr über das Spiel erfahren möchte einfach diesen Link in die Explorerleiste kopieren:

http://dueren.fvm.de/news-dueren-detail.html?&tx_ttnews[tt_news]=6080&cHash=dbe0a98b7d

F-Jugend

Seit meinem Bericht sind wieder gut 6 Monate vergangen. Beim WM-Perspektivteam 2026 haben sich in dieser Zeit keine personellen Veränderung im Spielerkader ergeben, so dass ich weiterhin 10 Spieler und 2 Spielerinnen zur Verfügung habe.
Allerdings habe ich nun einen Co-Trainer. Während der Hallensaison hat mich Pascal Harperscheidt (der ältere Bruder meines Spielers Timo Harperscheidt) gefragt, ob er mir beim Training helfen dürfte. Pascal ist Spieler / Torwart unserer D1-Jugend und übernimmt seit einiger Zeit eigenverantwortlich das Torwarttraining der F-Jugend und unterstützt mich bei den restlichen Übungen.

Nach der zwar kämpferischen und moralisch erfolgreichen, aber sieglosen Herbstrunde lag nun die Hallensaison vor uns.
Um den Kindern auch mal Siege zu ermöglichen haben wir hauptsächlich F2 – Turniere gespielt.
Neben den bereits bekannten kämpferischen Stärken haben die Kids auch immer mehr die spielerischen Elemente verinnerlicht. Es wurde zwar kein Turnier dafür aber einige Spiele gewonnen. Die Niederlagen waren sehr knapp und häufig auch unglücklich. Hier hat sich gezeigt, dass wir mit gleichaltrigen Mannschaften mithalten können. In einem Turnier waren wir die Mannschaft mit den meisten geschossenen Toren und stellten sogar den besten Torschützen.

In der Frühjahresrunde konnten wir den Aufwärtstrend bei den spielerischen Elementen beibehalten. Leider haben wir uns auch weiterhin schwer getan Spiele erfolgreich zu gestalten. Dennoch haben wir nicht mehr alle Spiele verloren.

Für mich als Trainer bleibt abschließend nur noch zu hoffen, dass die Jungs und Mädels ihren Spaß am Fußball spielen nicht verlieren. Denn mir macht es weiterhin Freude zu sehen, wie die Kids sich entwickeln. Inzwischen fordere ich im Training manchmal viel von den Kindern. Ich mache dies aber in dem Wissen, dass sie sich nur so weiterentwickeln können und auch die entsprechenden Veranlagungen andeuten.

Auch wenn ich hier Siege, Niederlagen und Erfolge als Torschützenkönig etc. anspreche, möchte ich klarstellen, dass für mich als Trainer diese Ergebnisse zweitrangig sind. Natürlich sind diese Erfolgserlebnisse für die Kinder schön. Ich finde es aber wichtiger, dass sie als Mannschaft ihr bestes gegeben haben und sie sich stetig weiterentwickeln. Solange dies geschieht, ist es egal wie ein Spiel endet. (Außer im Jahr 2026! Da sollten sie im Rahmen der WM natürlich immer gewinnen).

Abschließend möchten sich die Spieler, das Trainerteam und die Eltern der F-Jugend beim Verein sowie den weiteren Sponsoren bedanken, die es ermöglicht haben, dass wir uns neue Teambekleidung anschaffen konnten.

Morgengold Frühstücksdienste, Adolf Kirch, Im Höfgen 8, 52385 Nideggen
www.morgengold.de; 02427/904819

SRM GmbH, Rudolf Schulten Straße 6, 52428 Jülich
www.srm.de; 02461/691230

Uwe Razny, der einen uns unbekannten Sponsor gefunden hat

Auto-Koch GmbH & Co. KG. Betriebsstätte Jülich, Am Mühlenteich 6, 52428 Jülich
www.jülich-toyota.de, 02461/995930

Weltmeister 2026 trifft Weltmeister 1974 mit seiner aktuellen Mannschaft

Am 08.04.10 machte sich die F-Jugend um 08.25 Uhr zusammen mit einer kleinen Anhängerschar (insgesamt ca. 30 Personen) auf den Weg ihr erstes Training mit den Profis zu bestreiten. Es sollte bei niemand geringerem als dem zu diesem Zeitpunkt Tabellendritten Bayer 04 Leverkusen stattfinden.

Nachdem wir relativ problemlos (auch mit Navi kann man eine Ausfahrt verpassen) in der Nähe des Stadion- und Trainingsgeländes einen Parkplatz fanden, war die Suche nach dem entsprechenden Trainingsplatz noch eine kleine Hürde, die wir gut meisterten. Am Trainingsplatz angekommen stellten wir dann leider fest, dass wir nicht mittrainieren durften. Also blieb uns nicht anderes übrig als dem Training „nur“ zu zuschauen. Dabei konnten wir einige Dinge abschauen, die unseren zukünftigen Trainingsablauf beeinflussen werden (Denk daran Pascal, der Co-Trainer baut die Übungen auf!).

Rechtzeitig zum Ende des Trainings stellten wir uns dann entsprechend auf, um die Profis um Autogramme und Fotos zu bitten. Hier muss erwähnt werden, dass fast alle Spieler und auch der Trainer von Bayer 0 4 Leverkusen sich Zeit nahmen, so dass kaum ein Autogramm- oder Bilderwunsch unerfüllt blieb. Dies ist aus meiner Sicht ein sehr vorbildliches Verhalten, das ich auch übernehmen werde. Wer also möchte, ich stehe Autogrammwünschen ebenfalls sehr aufgeschlossen gegenüber.

Während wir nach dem Traning um die Bayarena liefen, kam uns der Zufall zu Hilfe. An diesem Tag hatte der Greenkeeper den Stadionrasen frisch gemäht und sein Zufahrtstor offen gelassen. Wir sind so in den Stadioninnenraum gelangt und bekamen einen Eindruck davon wie die Profis sich dabei fühlen müssen.

Anschließend machten wir uns dann auf den Weg ein gesundes und ausgewogenes Mittagessen zu verspeisen (Das gibt es doch bei McDonalds, oder?).

Nach der wohlverdienten Stärkung bei McDonalds traten wir dann die Heimreise an. Nach diesem 7 stündigen Ausflug erreichten wir dann wieder das Franz-Fischer-Stadion in Binsfeld. Ich glaube dies war ein langer und anstrengender, aber auch ein besonderer Tag für die F-Jugend inklusive Anhänger.

…….und wir haben den Pokal !!!!!

Die D7-Mannschaft der SG Germania Binsfeld ist Kreispokalsieger 2010. In einem spannenden und interessanten, aber stets fairen Spiel besiegten wir den SV Teutonia Niedermerz mit 1:0.Es war ein Spiel zweier Mannschaften auf Augenhöhe, in dem wir vielleicht die klareren Tormöglichkeiten besaßen. Sicherlich kein unverdienter Sieg, aber das Spiel stand vor allen Dingen in der zweiten Halbzeit immer auf des Messers Schneide. Torschütze des goldenen Tores in der 45. Minute war Hakan Turhan, der den Ball per Kopf nach einer von Tobias Hansen butterweich servierten Ecke  wuchtig in die Maschen des gegnerischen Netzes beförderte.

Mit Siegen über die SG Mausauel (4:3), Heimbach (6:0) und Drove(6:1) qualifizierten wir uns für das Finale am 28.04.2010, das auf der Sportanlage des FC Inden/Altdorf ausgetragen wurde. Folgende Spieler kamen bei diesem bedeutsamen Spiel zum Einsatz.

 Fatih Keser, Manuel Kowalski, Jan  Michaely, Jan Dornes, Tobias Hansen,Sergen Kara, Hakan Turhan, Sebastian Thissen, Lars Meister, Berda Cali, es fehlt krankheitsbedingt Philipp Obradovic

 

Das Team!

Das Team!

  

 Bei bestem Frühlingswetter mit angenehmen Temperaturen und Sonnenschein fanden wir einen Fußballrasen vor , der den Namen auch einmal verdiente. Denn durch die Rasenfläche in Binsfeld waren wir nicht gerade verwöhnt. Ein wirklich schöner und gepflegter Fußballplatz, der auf ein schönes Spiel hoffen ließ. Aber einer fehlte noch und mit ihm die Trikots.

Wo sind Trikots?

Wo sind Trikots?

 

 Hektisches Telefonieren und Nervosität pur.Doch zum Glück trudelte der letzte noch rechtzeitig ein und das Spiel konnte beginnen. 

Nervosität ist spür- und sichtbar

Nervosität ist spür- und sichtbar

 

 

 Unterstützt und angefeuert durch die vielen mitgereisten Fans und Zuschauer bestimmte Binsfeld von Beginn an das Spiel. Der Ball lief gut und sicher durch die Reihen und besonders über die Außen Lars und Fatih entwickelten sich immer öfters gefährliche Situationen, die aber leider nicht zu zählbaren Ergebnissen führten. Die größten  Chancen zur Führung hatten noch Lars, der knapp am Tor vorbei zog und Manuel , der kurz vor dem Einlochen noch erfolgreich vom gegnerischen Verteidiger  gestört wurde. Zudem konnte der Torwart eine super Direktabnahme von Fatih aus kürzester Distanz mit einem tollen Reflex abwehren.

Die Abwehr steht

Die Abwehr steht

Nach ca. 20 Minuten mussten die ersten Jungs dem hohen Anfangstempo und auch den warmen Temperaturen Tribut zollen, so dass der Gegner etwas besser ins Spiel kam, aber ohne eine größere Gefährlichkeit zu entwickeln. Lediglich ein paar Distanzschüsse flogen in Richtung  Binsfelder Tor. Doch Sebastian musste nicht nennenswert eingreifen.

 

Sebastian ganz sicher

Sebastian ganz sicher

 So pfiff der gut leitende Schiedsrichter beim Stande von 0:0 zur Halbzeit.                                                                                                                                                    

Pausengespräch

Pausengespräch

Die Einwechslung von frischen Spielern zur zweiten Halbzeit belebte dann auch wieder  die etwas eingeschlafene Sturmabteilung. Tobias konnte sich auf der rechten Seite gegen seinen Gegenspieler durchsetzen, scheiterte aber leider am gut parierenden gegnerischen Torwart. Die nächste Möglichkeit hatte wiederum Tobias , der aber, statt den Ball auf zwei freistehende Mitspieler zurückzulegen, versuchte   von der Grundlinie ein Tor zu erzielen. Glücklicherweise berührte der Torwart noch den Ball, so dass es zu der alles entscheidenden Ecke kam.

Hakan mit Wucht

Hakan mit Wucht

Tobias zirkelte die Ecke mit viel Gefühl vor die Mitte des Tores, Hakan heraneilend aus dem Rückraum und mit einem Flugkopfball ab damit in die Glückseligkeit eines jeden Fußballers.

In den letzten Minuten ging es hin und her. Dadurch das der Gegner jetzt immer weiter herausrückte, boten sich vermehrt Möglichkeiten zum Konter. Mehrmals hatte man den zweiten Torjubel auf den Lippen, doch entweder sauste der Ball knapp am Tor vorbei oder irgendein gegnerisches Bein kam noch dazwischen. Manchmal wurde auch einfach der besser postierte Mitspieler nicht gesehen, mit Sicherheit bedingt durch Übermotivation, Nervosität oder auch durch Ermüdung.

Letzteres führte natürlich auch dazu, dass die Jungs aus Niedermerz ihrerseits mehrere gute Möglichkeiten hatten, die zum Glück vorbei gingen oder sicher durch Sebastian vereitelt wurden.

Wir singen Humba-Humba-Humaba-Tätärä

Wir singen Humba-Humba-Humaba-Tätärä

Dann endlich der ersehnte  Abpfiff. Die Jungs fielen überglücklich über einander her und feierten ausgiebig ihren ersten Pokalsieg . Anschließend überreichte der Vorsitzende des Kreisjugendausschuss Hans-Hubert Dreesen den Spielern den so lang herbei ersehnten Pokal. Ein wirklich schöner Moment, der einen auch als Trainer sehr berührt. Immerhin haben wir ein Ziel, das Erreichen des Kreispokalfinales, das wir uns vor 4 Jahren gesetzt haben , auch erreicht und sogar gewonnen.

An dieser Stelle möchte ich all denen danken, die durch ihr Engagement auf und neben dem Platz zu diesem Erfolg beigetragen haben. Meinem Co-Trainer Lutz, der immer mit Herz und Leidenschaft dabei war, den Jungs aus der D2 Kevin, Michael, Thomas Holz, Jan Michaely und Ivan, die ausgeholfen haben, wenn es personell eng war, Andreas Michaely, der als Fotograf und Motivator uns unterstützte und natürlich den Eltern, die fast  immer vollzählig ihre Jungs zu den Spielen begleiteten .

Die Saison neigt sich auch dem Ende zu und bei noch drei ausstehenden Spielen haben wir es noch selber in der Hand, den Staffelsieg und damit ein weiteres Endspiel, das um die Kreismeisterschaft, zu erreichen. Aber egal wie die Saison endet, den Pokalsieg kann uns keiner mehr nehmen.

So sehen Sieger aus !

So sehen Sieger aus !

 

 

 

D-11 – Unverdiente Niederlage im gleichwertigen Spiel

Trotz einer tollen Leistung unseres Teams und einem Plus an Chancen und Ballbesitz mussten wir gegen den 97er Jahrgang des SC Kreuzau erneut eine Niederlage hinnehmen, die diesmal allerdings nicht dem Spielverlauf entsprach.
Die Jungs waren diesmal von Beginn (!) hellwach und setzten den körperlich stark überlegenen Gästen heftig und konzentriert zu, so dass wir nach 15 Minuten die Überhand gewannen und das Heft in die Hand nahmen. Die Kreuzauer wurden zurückgedrängt und mussten sich aufs Kontern verlegen. Nachdem wir zwei super Chancen zur Führung nicht verwerten konnten, überraschte uns nach einer Ecke der Gäste eine äußerst fragwürdige Strafstoßentscheidung des angesetzten Schiedsrichters. Das daraus resultierende 0 : 1 kurz vor Ende der ersten Hälfte stellte den Spielverlauf auf den Kopf.
Auch in der zweiten Hälfte bestimmten wir das Spiel und drängten auf den Ausgleich, der uns jedoch leider nicht gelang. Ein erfolgreicher Konter 2 Minuten vor Abpfiff führte zum schmeichelhaften 0 : 2 Endstand für Kreuzau.
Schade Jungs, richtig gut gespielt und leider verloren.
Das nächste Spiel findet in einer Woche Freitag bei der SG Eschweiler ü.F. usw. statt, mal gucken wie das ausgeht ;-)

E-Jugend – Auswärtssieg in Mausauel etc.

Mit einer stark dezimierten Mannschaft traten wir am Mittwoch, den 21.04.2010, unser Nachholspiel gegen die SG Mausauel/Boich/Thum/Berg an.
Es waren nur Marvin, Daniel N., Tom, Justus, Lukas, Pascal, Christoph und Max anwesend.
Doch das Spiel hatten wir fest im Griff und auch einige Torchancen in der ersten Hälfte. Kurz vor der Halbzeit schossen allerdings die Gegner das erste Tor, unhaltbar für unseren bis dahin wenig geprüften Torwart Marvin.
In der zweiten Halbzeit drehten dann unsere Jungs so richtig auf. Immer wieder angetrieben von Justus erspielten wir uns mehr und mehr Torchancen. Endlich war es Lukas, der von der rechten Seite kommend mit links den Ball über die Torlinie schoss und somit den Ausgleich erzielte.
Kurze Zeit später ging Tom von der Abwehr mit dem Ball nach vorne und spielte auf Justus, der mit einem Direktschuss das 2:1 für uns markierte.
Nun spielten wir weiter und wollten das entscheidende dritte Tor schießen.
Die Schlüsselszene des Spiels erfolgte in der letzten Spielminute, als Tom und ein Gegenspieler in unserem Strafraum nach einer Ecke mit den Köpfen zusammen stießen. Daraufhin verlangte der Trainer von Mausauel etc. einen Elfmeter, den unser guter Schiedsrichter Ralf Stolz nicht gab, weil ja beide zum Ball gingen.
Im direkten Gegenzug nach dem Hochball schickte Justus den Ball lang auf Lukas und dieser schoss das 3:1 für uns und gleichzeitig den Endstand.
Nach dem Spiel warteten wir am Mittelpunkt des Spielfeldes auf unsere Gastgeber, die es aber leider vorzogen erst einen Gesprächskreis zu halten und dann wortlos in die Kabinen zu verschwinden.
Sportlich faires Verhalten im Jugendbereich !?

D-11 Verdienter 5 : 0 Heimsieg gegen Viktoria Arnoldsweiler

An diesem wunderschönen Fußballwettertag begann unsere D 11 (Kevin, Thomas, Kai, Sascha, Pascal, Chrissie, Dennis, Roberto, Jan, Tim, Michael, Yannik, Eddie und Ivan) gegen die Gäste aus Arnoldsweiler ihr Spiel zunächst etwas holprig (was aber nicht am Rasen lag, der ja erst vor kurzem Dank Lutz ordentlich „geplättet“ wurde ;-) ). Wir kamen nicht richtig ins Spiel und eine Menge Fehlpässe sowie hier und da ein gewisser Schlendrian ließen den Gegner besser ins Spiel kommen, allerdings ohne zwingende Torchance.
Nach ca. 15 Minuten (immer diese Anlaufzeit !) bestimmten wir das Spielgeschehen und vergaben gleich drei 100%ige Chancen. Nach einem Traumpass von Yannik war es dann endlich soweit und Michael konnte (aus leicht abseitsverdächtiger Position) zur längst verdienten Führung einnetzen.
So ging es dann auch in die Halbzeit.
Die zweite Hälfte zeigte ein völlig anderes Bild unseres Teams.
Sofort wurde das Heft in die Hand genommen und jede Menge Druck aufgebaut.
Einer der vielen gefährlichen Angriffe führte schließlich zum 2 : 0 durch Tim, dessen Schuss dann noch von einem Arnoldsweiler Spieler ins eigene Tor gelenkt wurde. Angetrieben von den beiden unermüdlichen Motoren Yannik und Chrissie ließen die Jungs nicht locker und Michael erhöhte nach toller Vorarbeit von Jan auf 3 : 0. Weitere hochkarätige Möglichkeiten verfehlten knapp ihr Ziel, bis dann kurz vor Schluss (endlich) unser Abwehrchef durch einen sehenswerten Kopfball nach Ecke von Yannik auf 4 : 0 erhöhte.
Mit dem Schlusspfiff stellte Jan nach sehr gutem Anspiel von Tim mit einem sehenswerten Solo den 5 : 0 Endstand her, der übrigens zu Null blieb, weil unser Torhüter bei der einzig richtig guten Gästechance hervorragend reagierte, die restlichen Angriffsbemühungen der Gäste wurden von unserer heute souveränen Abwehr allesamt abgewehrt.

D-11 Auswärtssieg bei der SG Jako/Kelz/Vettweiß

Einen nie gefährdeten und spielerisch sehr ordentlichen Auswärtssieg fuhr unsere D-11 bei unseren Freuden in Kelz ein. Zur Verfügung standen heute Kevin, Kai, Thomas, Dennis, Ivan, Chrissie, Pascal, Wladimir, Roberto, Yannik, Tim, Michael, Jan und Eddie.
In der ersten Hälfte wurde ausschließlich Einbahnstraßenfußball gezeigt, die Gastgeber kamen lediglich zweimal ernsthaft über die Mittellinie. Dafür erspielten wir eine Vielzahl an guten Tormöglichkeiten, von denen auch zwei durch Yannik und Jan zur 2 : 0 Pausenführung vollendet wurden.
Nach der Pause stellten wir um und konnten innerhalb von fünf Minuten nach Toren von Yannik, Jan und Wladimir auf 5 : 0 erhöhen. Da wir nun wesentlich offensiver spielten und auch einige Umstellungen vornahmen, kamen die Gastgeber nun auch häufiger in Strafraumnähe. Nicht unverdient gelangen Ihnen gleich zwei wunderschöne, unhaltbare Freistoßtore in Folge bevor Eddie auf 6 : 2 erhöhen konnte.
Es ging hin und her und der erste schöne Konter der Platzherren führte zum 6 : 3. Michael setzte schließlich in der letzten Minute mit dem 7 : 3 den Schlusspunkt eines schönen Nachmittagsspiels.
Am Samstag erwarten wir Arnoldsweiler bei uns zu Hause und hoffen auf ein ähnlich schönes Spiel ;-)

E-Jugend – Niederlage in Kelz

In einem Spiel, dessen Ausgang das wahre Kräfteverhältnis leider nicht widerspiegelt, musste unsere junge E-Jugend eine in der Höhe und vom Spielverlauf bittere 7 : 3 Auswärtsniederlage in Kelz gegen die SG Jakobwüllesheim / Kelz / Vettweiß hinnehmen.
Zunächst gingen die Gastgeber in den ersten 10 Minuten durch ihre beiden ersten Chancen mit 2 : 0 in Führung. Doch dann zeigte sich unsere spielerische Überlegenheit und wir konnten bis Halbzeitpfiff den Spielstand noch egalisieren, hätten sogar führen können.
Zu Beginn der zweiten Hälfte beherrschten wir den Gegner weiterhin und lagen folgerichtig verdient mit 3 : 2 in Front.
Und dann ………… na ja, jeder Schuss ein Treffer – nur leider auf der falschen Seite. Während unsere guten Chancen ungenutzt blieben, gelangen den Gastgebern fünf Tore am Stück, die zu diesem unerklärlichen Endergebnis führten.
Kopf hoch – Mittwoch geht’s schon weiter.